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Die Grundschule Herdorf besteht in der jetzigen Konstellation seit dem Jahre 1981. Fünf über das Städtchen Herdorf und seine Vororte verteilte Grundschulen wurden in das neue Gebäude auf dem ehemaligen Hüttengelände der Grube „Bollnbach“ zu einer Einheit zusammengefasst.

Die Verbindung mit dem Bergbau drückt sich auch in der Namensgebung aus, schließlich war Maria Homscheid eine Heimatdichterin, die sich vor allem mit dem Leben und Schicksal der Bergleute und ihrer Familien beschäftigte.

 

Dieses „Erbe“ wird den Schülern im Laufe der Grundschulzeit in einigen Projekten veranschaulicht.

Nachdem die Schule zwischenzeitlich durch das Anwachsen der Schülerzahl vierzügig wurde, wird sie durch den umgekehrten Trend wieder durchgängig dreizügig werden. Ab dem Schuljahr 2011/12 sinkt die Zahl der einzuschulenden Kinder auf einen Bereich von 40 bis 50 Kindern. Dadurch wird die Schule bis zum Jahre 2014 nach und nach zweizügig werden, falls die Klassengrößen nicht endlich nach und nach reduziert wird.  Diese Zweizügigkeit ist aber auf jeden Fall gesichert!

Im Herbst stellte die Schule den Antrag auf Errichtung einer Ganztagsschule zum 1.08.2009. Am 17. Dezember 2008 erhielt die Schule die Nachricht, dass ein Ganztagsangebot zu diesem Termin eingerichtet werden kann, wenn mindestens 36 Kinder bis zum 15. März angemeldet werden. Inzwischen wurden 73 Kinder angemeldet. Am 24. August hat der Ganztagsschulbetrieb begonnen.

Zur Zeit werden 11 Klassen mit insgesamt 237 Schülern von 15 Lehrern unterrichtet.

 

Maria Homscheid

Die Namensgeberin der Schule, Maria Homscheid, wurde am 19.12.1873 in Herdorf geboren. Sie war Dichterin und Schriftstellerin, befasste sich intensiv mit Land und Leuten ihrer Heimat. Sie schildert die Schönheit der Landschaft, beschrieb den Charakter der Menschen in dieser Region, die schwere Arbeit und das karge Leben der Menschen im Bergbau, im Hauberg und in der Landwirtschaft.

Sie wurde weit über die Grenzen des heimatlichen Raumes hinaus bekannt. in der Literaturgeschichte findet man gelegentlich Vergleiche mit Anette von Droste-Hülshoff. Im Bereich bergmännischer Dichtung nimmt sie einen Spitzenplatz ein.

Zeitlebens versorgte sie den Haushalt ihres Bruders, der Priester und zuletzt Dechant in der Pfarrei St. Kastor in Koblenz war. Leider findet ihre dem damaligen Geschmack und Zeitgeist entsprechende etwas pathetische und schönende Sprache nur noch wenige Liebhaber.

Alltagskinder - Der heimliche Ruf - Folge mir nach - Der Eifelprinz - Frauenschuh - Krause Dinge - sind nur einige Titel aus ihrem unfangreichen Werk.

Maria Homscheid starb am 17.09.1948 in ihrem geliebten Herdorf und fand auch hier ihre letzte Ruhestätte.

 

 
Maria-Homscheid-Grundschule
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